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Aktuelle Informationen

26.09.2016

Die finanzielle Ausstattung der Kitas für die kommenden zwei Jahre wird in den nächsten Wochen festgelegt. In der Plenarsitzung des Landtages vom 13.-16.12.2016 soll der Doppelhaushalt 2017/18 beschlossen werden. Der Sächsische Erzieherverband hat sich zum Entwurf des Doppelhaushaltes 2017/18 positioniert und fordert Nachbesserungen:

  • Zwei Stunden Vor- und Nachbereitungszeit pro Fachkraft und Woche
  • Keine Kürzung der bisher geförderten Bereiche der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Förderung von Innovationsprozessen in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege1
  • Anschlussprojekte zu den Themenbereichen „Inklusion“ und „Kita als Ausbildungseinrichtung“

Hintergrund:
Pädagogische Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen sind nach § 2 SächsKitaG verpflichtet, den Sächsischen Bildungsplan als Grundlage der Gestaltung der pädagogischen Arbeit umzusetzen. Die Arbeit unterscheidet sich in unmittelbare pädagogische Arbeit auch „Dienst am Kind“ benannt und mittelbare pädagogische Arbeit. Letzteres betrifft bspw. Angebote zur Gestaltung der Erziehungspartnerschaft mit Eltern, die Dokumentation der Entwicklungsprozesse, die Vor- und Nachbereitung pädagogischer Angebote, die individuelle Entwicklungsbegleitung, die Durchführung von Teamberatungen und Teamentwicklungsprozessen, die systematische Qualitätssicherung und geplante Qualitätsentwicklung. Im Doppelhaushalt 2017 /18 vollzieht sich nach §12 SächsKitaG die schrittweise Verbesserung des Personalschlüssels in Krippen von 1:6 auf 1:5. Im Kindergarten und in den Horten ist keine Verbesserung des Personalschlüssels in diesem Zeitraum vorgesehen. Die Arbeitszeit der pädagogischen Fachkräfte muss in der Regel als unmittelbare pädagogische Arbeit im Einsatz bei den Kindern geplant werden. Für die Aufgaben der mittelbaren pädagogischen Arbeit steht in der Praxis der Kitas wenig bis keine Arbeitszeit zur Verfügung. Es gibt zurzeit keine gesetzliche Regelung zur Höhe der Inanspruchnahme von Vor- und Nachbereitungszeit. Die umfassende Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans ist aus den genannten Gründen nur mit der Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen möglich. Mittelfristig setzt sich der Sächsische Erzieherverband für eine Vor- und Nachbereitungszeit im Umfang von fünf Stunden ein. Mit dieser Regelung läge Sachsen immer noch unterhalb der Empfehlungen der Bertelsmann Studie „Qualitätsausbau in Kitas 2016“. Diese empfiehlt mindestens 25 Prozent der Arbeitszeit für die mittelbare pädagogische Arbeitszeit. Weiterhin müssen die pädagogischen Fachkräfte auf sichere, d. h. gegenfinanzierte, Unterstützungssysteme wie die Fachberatung und den Kita-Bildungsserver zurückgreifen können. Die Fachberatung wird weiterhin über die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (SächsKitaQualiRL) anteilig finanziert. Der Kita Bildungsserver wurde bisher über die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Förderung von Innovationsprozessen in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege unterstützt, jedoch in der Summe rückläufig. Die zukünftige Finanzierung ist nach Angabe der Verantwortlichen des Kita-Bildungsservers nicht abgesichert.

Innovative Projekte beispielsweise das Landesmodellprojekt Inklusion in Kindertageseinrichtungen „Eine Kita für Alle“ oder das Bundesmodellprojekt „Lernort Praxis“, welche beide 2016 auslaufen, benötigen zur Verstetigung Anschlussprojekte um Nachhaltigkeit zu gewährleisten und insgesamt bessere Rahmenbedingungen für Integration/Inklusion und die praktische Ausbildung von zukünftigen Fachpersonal.

1Hinweis. Ab 01.10.16 tritt diese Richtlinie außer Kraft. Gleichzeitig tritt die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (SächsKitaQualiRL) in Kraft.)

 
19.09.2016
Rückblick auf den 11. Grundschul- und Erziehertag

Die Grundlagen der Chancengerechtigkeit werden von Kindheit an gelegt. Bildungseinrichtungen leisten einen wesentlichen Beitrag dazu. Vor diesem Hintergrund hatten der Fachverband Grundschule des Sächsischen Lehrerverbands und der Sächsische Erzieherverband am 17. September 2016 in das art‘otel Dresden zum Thema: „Ein gordischer Knoten? Erziehungsauftrag – Integration – Inklusion – Migration“ eingeladen.
An dieser Fortbildungsveranstaltung nahmen über 100 Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Lehramtsstudierende und Fachschüler aus ganz Sachsen teil.

Herr Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbands skizzierte aktuelle Problemfelder vom fehlenden sonderpädagogischen Fachpersonal, über nicht vorhandene und gegenfinanzierte Vorbereitungszeiten im Kitabereich bis hin zum eklatanten Lehrermangel und 45 Prozent Seiteneinsteigern in diesem Schuljahr.

Herr Neun, Referatsleiter für Grundschulen und Förderschulen SMK informierte über aktuelle Programme und Vorhaben im Bereich Kita und Grundschule. Am 01.09.2016 verbesserte sich der Personalschlüssel in Kindergärten auf 1:12. Für die Kinderkrippen verbessert sich das Betreuungsverhältnis am 01.09.2017 auf 1:5,5 und am 01.09.2018 auf 1:5. Herr Neun appellierte an die Anwesenden auch in schwierigen Zeiten im Gespräch zu bleiben. Aus Sicht des Sächsischen Erzieherverbandes ist die Verbesserung des Personalschlüssels ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen. Sachsen bleibt im bundesweiten Vergleich weiterhin Schlusslicht in der Personalausstattung.

Im weiteren Verlauf des Fachtages ging Herr Dr. paed. habil. Ralf Hickethier in seinem Referat darauf ein, wie starke Teams, die auf konzeptionell verankerte Werte und Regeln setzen und danach handeln, Kinder und Familien integrieren können. Praktische Beispiele aus der Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund von Frau Ziller, Fachberaterin für Deutsch als Zweitsprache, gaben zahlreiche Anregungen zum eigenen Ausprobieren.
Herr Christoph, Geschäftsführer Lebenshilfe Meißen e.V. und Frau Richter, Erzieherin und Projektverantwortliche aus der Kita „Hand in Hand“ Meißen, Modellstandort des Sächsischen Landesmodellprojektes Inklusion in Kindertageseinrichtungen, informierten über Meilensteine und Stolpersteine ihrer Kita auf dem Weg der Inklusion. Sie stellten fest, dass es sowohl zusätzliche Ressourcen für die Arbeit in den Kindergruppen als auch für begleitende Elternarbeit geben muss, damit Integration/Inklusion gelingen kann. Sie regten an, regionale Netzwerke von inklusiv arbeitenden Kitas zu bilden.
Haltungen und Rahmenbedingungen sind die Eckpfeiler integrativer und inklusiver Pädagogik. Mit dieser Pädagogik beschreiten wir Wege, die noch niemand gegangen ist. Der Sächsische Erzieherverband unterstrich, dass neben der Einstellung bzw. Qualifizierung von sonderpädagogischem Fachpersonal in den Schulen und Kitas auch genügend verbindliche Zeiten vorhanden sein müssen, um integrative und inklusive Pädagogik zu gestalten. Kinder mit speziellen Bedürfnissen benötigen Pädagogen, die besonderes, anwendungsbereites Wissen und Zeiten der ungeteilten Aufmerksamkeit für einzelne Kinder oder kleine Kindergruppen haben. Es muss genügend Zeit für die Einbindung des gesamten Teams in die integrative/inklusive Pädagogik eingeplant werden, denn diese Pädagogik ist keine Entscheidung Einzelner, sondern des gesamten Teams. Es darf nicht sein, dass die notwendigen Zeiten für Absprachen und Reflektionen nicht möglich sind, da sonst der Dienst am Kind nicht abgedeckt ist. Deshalb setzt sich der Sächsische Erzieherverband für verbindliche und gegenfinanzierte Vorbereitungszeit in den Kitas und speziell geschultes sonderpädagogisches Fachpersonal in allen Bildungsbereichen ein.

 
08.09.16
Eindrücke vom Tag der Sachsen

Zahlreiche Besucher interessierten sich für unseren Stand und die Bastelstraße. Mit wichtigen Partnern und Verantwortlichen aus der Politik haben wir viele, teils sehr ausführliche Gespräche geführt. Besonders nachgefragt wurden unsere Angebote und Leistungen und unser Einsatz für die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.

 
29.08.2016

Zum Tag der Sachsen vom 02. – 04.09.2016 in Limbach-Oberfrohna ist der Sächsische Erzieherverband

am 03. September
im Festzelt des SBB
am Ludwigsplatz präsent.


Sie können sich über unsere Arbeit informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Eine Bastelstraße für Kinder motiviert Kleine und Große zum kreativen Ausprobieren. Schauen Sie doch mal vorbei und bringen Ihre Familie und Freunde mit.

 
30. Juni 2016
Bertelsmannstudie „Qualitätsausbau in KiTas 2016“ veröffentlicht

Am 29.Juni 2016 veröffentlichte die Bertelsmann Stiftung den „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ mit Fragen und Antworten zum Qualitätsausbau in den Kitas. Im Fokus stand die Personalausstattung in Krippen und Kindergärten.

Mit der alarmierenden Feststellung, dass bundesweit 107.000 Fachkräfte im Bereich der Kitas fehlen, ist die Bertelsmann Stiftung damit an die Öffentlichkeit gegangen. Im „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ wird aufgezeigt, dass die regionalen Unterschiede zum Teil gravierend sind. Sachsen nimmt mit einer Personalausstattung von in der Praxis 1 Erzieher/in für 6,4 Krippenkinder in diesem Bereich den letzten Platz und 1 Erzieher/in für 13,5 Kindergartenkinder den vorletzten Platz im Bundesvergleich ein und ist damit Schlusslicht bei der Personalausstattung.

Der Freistaat Sachsen hat in den letzten Jahren zusätzliche Finanzmittel in die Kitas investiert und plant weitere Mittel zur Förderung der Qualität der frühkindlichen Bildung. Die schrittweise Personalerhöhung auf ein Erzieher-Kind-Verhältnis von 1:12 ab 1. September 2016 im Kigabereich und im Krippenbereich ab 1. September 2017 auf 1:5,5 sind erfreuliche Signale, aber können nicht zufrieden stellen. In Sachsen nutzen 55 Prozent der Einjährigen, 75 Prozent der Zweijährigen und 97 Prozent aller Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt die Angebote in den Kitas. Im Bundesvergleich liegt Sachsen damit an der Spitze der Inanspruchnahme von Kitaplätzen. Der Erhebungsstichtag für die Daten der Bertelsmann Studie war der 01.03.2015. Die Verbesserungen des Personalschlüssels im Kigabereich, die ab 1. September 2015 schon wirksam wurden und die in den Folgejahren vorgesehen sind, erfasste die Studie noch nicht.
Trotzdem muss Sachsen nachbessern und hat im Bundesvergleich lt. Studie mit 16.900 Fachkräften mittelfristig den größten Bedarf. Es ist erfreulich, dass in Sachsen fast alle Kinder an den qualitativ hochwertigen Bildungs- und Erziehungsangeboten der Kitas teilhaben. Erzieher, Kindheitspädagogen, Sozialpädagogen leisten eine hervorragende Arbeit. Dieser großen Nachfrage seitens der Eltern muss mit einer deutlichen Erhöhung des Personals begegnet werden.
Damit allen Kindern unabhängig von ihrem Wohnort vergleichbare Bildungschancen geboten werden, empfiehlt die Bertelsmann Stiftung bundesweit einheitliche Qualitätsstandards für strukturelle Rahmenbedingungen und schlägt für den Personalschlüssel bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren 1:3 sowie für die Altersgruppe der Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung 1:7,5 vor.
Der Sächsische Erzieherverband schließt sich der Bewertung durch die Bertelsmann Stiftung an. Wir benötigen bundeseinheitliche Qualitätsstandards. Dafür müssen vergleichbare strukturelle Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung geschaffen werden. Der hohe Wert der Chancengleichheit muss an dieser Stelle mit ausreichenden Ressourcen unterstützt werden.
Bund, Länder, Kommunen und Gewerkschaften müssen an einen Runden Tisch, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

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21.06.2016
Tarifentwicklung TVöD 2016 und 2017 im Überblick
 
02.05.2016
Verhandlungsergebnis für den öffentlichen Dienst bei Bund und VKA wurde am späten Abend des 29. April 2016 erreicht.

Faire Gehaltserhöhung und keine Kürzung der Betriebsrenten

Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen gibt es eine Tarifeinigung. Sie sieht u.a. eine Erhöhung der Tabellenentgelte

  • um 2,4% zum 1. März 2016 und
  • um 2,35% zum 1.Februar 2017
  • bei einer Laufzeit von 24 Monaten bis zum 28. Februar 2018 vor.


Für die Auszubildenden wurde eine Erhöhung der Entgelte um 35 Euro zum 1. März 2016 und um 30 Euro zum 1. Februar 2017 erreicht. Außerdem gibt es für sie Unterstützung für Lernmittel in Höhe von jährlich 50 Euro sowie Verbesserungen hinsichtlich der Übernachtungs- und Verpflegungskosten bei Berufsschulblockunterricht.

Die betriebliche Altersversorgung konnte in voller Höhe erhalten werden. In einigen Bundesländern erfolgt durch die kommunalen Zusatzversorgungskassen eine Anhebung des Eigenanteils der Versicherten. Der zusätzliche Beitrag der Arbeitnehmer wird in diesen Bundesländern in drei Stufen auf 0,4 Prozent erhöht. Der Arbeitgeber hat in diesem Falle eine Leistung in insgesamt gleicher Höhe zu erbringen. Die Zusatzversorgungkasse in Sachsen wird bis Ende Mai 2016 entscheiden, ob sie sich dieser Regelung zur Sicherung der dauerhaften Finanzierbarkeit der Rentenansprüche anschließen muss.

Nach 11 Jahren konnte die Entgeltordnung für den Bereich der kommunalen Beschäftigten endlich tarifiert werden. Zur Kompensierung des finanziellen Mehraufwands für die Kommunen wurde vereinbart, die Jahressonderzahlung für die Jahre 2016 bis 2018 auf dem Niveau von 2015 einzufrieren. Ab 2017 wird sie zusätzlich um 4 Prozent gemindert. Für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst wurde bereits im Jahr 2009 der spezielle Teil der Entgeltordnung tarifiert, der in der Tarifauseinandersetzung im Jahr 2015 weiter verbessert werden konnte.

Die Tarifeinigung ist fair, substantiell und nachhaltig. Die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen, einschließlich der Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst, erhält durch das Ergebnis heute eine weitere Wertschätzung. Gesellschaftspolitisch ist dies als Signal zu verstehen. In Sachsen müssen weitere konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen folgen, insbesondere des Personalschlüssels und der Anerkennung von Vor- und Nachbereitungszeiten. Dafür setzt sich der Sächsische Erzieherverband weiterhin ein.

Nicht zufriedenstellend ist, dass eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden und der Ausschluss sachgrundloser Befristungen gegenüber den Arbeitsgebern nicht durchzusetzen war. Damit haben die Arbeitgeber die Chance verpasst, die eigene Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Privatwirtschaft zu verbessern. Hier muss weiter gearbeitet werden.

Zusätzliche Informationen finden Sie unter:
www.dbb.de
und als Download:
TVöD SuE Entgelte 2016

 
26.04.16
Protestaktion vor dem Dresdner Rathaus

Der SEV hatte für heute, 26. April 2016, mit seiner Spitzengewerkschaft dbb beamtenbund und tarifunion im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes im Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt Dresden sowie in den kommunalen Kindertageseinrichtungen der Großen Kreisstadt Freital zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Insgesamt sind heute über 1000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in der Region Dresden den Aufrufen der Gewerkschaften gefolgt. im Rahmen des Warnstreiks haben 30 Erzieherinnen und Erzieher des Sächsischen Erzieherverbandes vor dem Haupteingang des Dresdner Rathauses mit einer Protestaktion ihre Forderungen am Sitz des Arbeitgebers bekräftigt.

Michaela Merker vom Sächsischen Erzieherverband forderte vor dem Dresdner Rathaus: „Wir erwarten in den nächsten Tagen in Potsdam ein Angebot, in dem sich die Wertschätzung der Leistung der kommunalen Beschäftigten widerspiegelt. Die betriebliche Altersversorgung ist unabdingbarer Bestandteil der Vorsorge für die Zeit nach der beruflichen Tätigkeit und darf nicht zur Disposition stehen!“

Bereits in den letzten Tagen intensivierten die Beschäftigten in zahlreichen bundesweiten Protestaktionen den Druck auf die Arbeitgeber und verdeutlichten ihre Forderungen.

Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks in Dresden und im ganzen Bundesgebiet zeigt deutlich, dass es in Potsdam ein Angebot geben muss, das von Wertschätzung für die Beschäftigten zeugt.

 
21.04.16
Warnstreik am 22.April 2016 in Leipzig

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Mitglieder,

die Einkommensrunde 2016 für die Beschäftigten von Bund und Kommunen hat auch bei der zweiten Verhandlungsrunde am 11./12. April 2016 keine Fortschritte gebracht. Es gibt ein völlig unzureichendes Angebot der Arbeitgeber. Sie bieten lediglich 1 Prozent mehr ab Juni 2016 – das bedeutet drei Leermonate ab März 2016 – und 2 Prozent mehr ab Juni 2017! Auch die Forderung nach Verschlechterungen bei der Zusatzversorgung ist noch nicht vom Tisch. Das ist weit entfernt von unseren berechtigten Forderungen!

Die Hauptforderungen des dbb bleiben:

  • Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent
  • Erhöhung der Auszubildenden-/Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich, unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • Laufzeit: 12 Monate

Der Sächsische Erzieherverband ruft mit seiner Spitzengewerkschaft dbb die Beschäftigten im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes der Stadt Leipzig ganztags zum Warnstreik auf.

weitere Informationen zum Download

 
13. April 2016
Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen:
Das Angebot der Arbeitgeber hat nichts mit Wertschätzung zu tun!

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen blieb am 12. April 2016 ohne Ergebnisse. Das von den Arbeitgebern vorgelegte „Angebot“ wurde von der Verhandlungskommission des dbb, der Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, einstimmig abgelehnt.

Kernpunkte des Angebotes der Arbeitgeber

  • Linear muten uns die Arbeitgeber zunächst von März bis Juni 2016 drei Leermonate
  • zu. Danach soll es ab Juni 2016 1 % (faktisch bedeutet das eine Erhöhung um etwa 0,6 % für 2016) und ab Juni 2017 noch einmal 2 % (faktisch etwa 1,2 %) geben.
  • Daran, die Entgelte der Azubis überproportional zu steigern, um den öffentlichen Dienst konkurrenzfähiger zu gestalten, denken die Arbeitgeber in keiner Weise. Das zeigt sich auch daran, dass sie nicht bereit sind, eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden zu akzeptieren.
  • Bei der Zusatzversorgung verlangen die Arbeitgeber eine Steigerung der Arbeitnehmerbeteiligung um bis zu 0,4 %, die schrittweise bis zum 1. Juli 2018 erreicht wird.

Eindeutige Bewertung
Der dbb-Verhandlungsführer Willi Russ zeigt sich verärgert: „Das vorgelegte ‚Angebot‘ ist völlig unbrauchbar. Den Arbeitgebern fehlt jeder Wille zum Durchbruch. Wir können hier in Potsdam stundenlang die kleinen Schrauben drehen, aber solange die Arbeitgeber denken, bei niedriger Inflation dürften wir eigentlich keine Einkommensforderung stellen, kommen wir einem Abschluss keinen Millimeter näher.“ In einigen strukturellen Fragen, etwa bei der Eingruppierung, hätten die Tarifparteien zwar Annäherungen erreicht, erklärte Russ, „aber bei entscheidenden Themen, wie dem Einkommen oder der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden mauern die Arbeitgeber weiter.“

Wie geht es weiter?
Der SEV stellt fest, dass die Arbeitgeber deutlich gemacht haben, dass sie auch bei guter Wirtschaftslage nicht bereit sind, dem öffentlichen Dienst ein wertschätzendes Angebot zukommen zu lassen. Der nächste und vorerst letzte Verhandlungstermin ist der 28./29. April 2016. Vor der nächsten Verhandlungsrunde werden sich die Proteste der Beschäftigten verschärfen und könnten auch in den sächsischen Kitas zu Arbeitsniederlegungen führen.

Weitere Informationen unter:
www.dbb.de Sonderseiten zur Einkommensrunde 2016

 
22. März 2016
Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Auftaktverhandlungen ohne Ergebnis

Der dbb beamtenbund und tarifunion, die Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, hat am 21. März 2016 in Potsdam die Tarifverhandlungen zur Einkommensrunde 2016 mit den Arbeitgebervertretern von Bund und Kommunen aufgenommen und seine Forderungen am Verhandlungstisch bekräftigt.

Atmosphärisch gut, inhaltlich kontrovers
Im kleinen Kreis der Verhandlungsspitze wurden die Forderungen der Gewerkschaften, wie auch diejenigen der Arbeitgeber, in einem ersten Durchgang diskutiert. Außerdem wurden der erreichte Sachstand bei den umfänglichen Verhandlungen zu einer neuen Entgeltordnung im kommunalen Bereich und der weitere Fahrplan besprochen.

Hände weg von der Zusatzversorgung
Der Zweite Vorsitzende des dbb Willi Russ zum Thema Zusatzversorgung: „Kategorisch lehnen wir einen Eingriff in das Leistungsrecht der betrieblichen Altersversorgung ab. Sollten die Arbeitgeber daran festhalten, droht ein massiver Tarifkonflikt.“ Der SEV bekräftigt, dass Betriebsrenten gleichsam Lohn und Würdigung für viele geleistete Arbeitsjahre sind. Eine Kürzung der Betriebsrenten bedeutet eine Missachtung der Lebensarbeitsleistung.

„Wir sind in Vorleistung gegangen!“
Wie in jedem Jahr wird auch dieses Mal versucht, ein Bild zu zeichnen, nach dem die Gewerkschaftsforderung nach sechs Prozent mehr Einkommen den unmittelbaren Staatsbankrott nach sich ziehen würde. Lieblingshinweis in diesem Jahr ist die Aussage, dass es keinen Nachholbedarf gäbe. Sowohl in den Verhandlungen, als auch gegenüber den Medien machte dbb-Vize Willi Russ deutlich, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes weniger denn je ihre Forderung nach mehr Einkommen mit Nachholbedarf legitimieren müssen. „Statt von Nachholbedarf zu reden, sollten wir von Vorleistungen sprechen, die die Beschäftigten bei Bund und Kommunen seit Monaten in kaum vorstellbarem Maße leisten. Hier rede ich längst nicht nur vom riesigen Engagement und von einem ebenso großen Überstundenberg, mit dem die Willkommenskultur der Bundesregierung überhaupt erst Realität wird. Von daher hätten wir uns gewünscht, ein paar vorösterliche Grüße zu bekommen, statt fader Diätkost.“ Seitens des SEV wird festgestellt, dass alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sich zurzeit mit ganzer Kraft bei der Bewältigung der Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylsuchenden einsetzen. ErzieherInnen engagieren sich in diesem Zusammenhang insbesondere bei der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Es hat viel mit dem öffentlichen Dienst zu tun, wenn die Wirtschaft boomt und die Staatskassen gefüllt sind. Es kann demzufolge nicht sein, dass Beschäftigte im öffentlichen Dienst am wirtschaftlichen Erfolg nicht teilhaben dürfen. Willi Russ weiter: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es nach Ostern bundesweit zu ersten Protesten kommen wird. So jedenfalls deute ich zahlreiche Wortbeiträge in unserer Verhandlungskommission.“

Wie geht es weiter?
Am 11. / 12. April 2016 findet in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde statt.

 
18. Februar 2016
Die Forderungen für die Einkommensrunde 2016 sind beschlossen.

Gewerkschaften fordern 6 Prozent.

Die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, hat am 18. Februar 2016 in Berlin die Forderungen zur Einkommensrunde 2016 für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen beschlossen. Der Zweite Vorsitzende des dbb, Willi Russ, ließ keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen. Als dbb Verhandlungsführer will er in der anstehenden Tarifrunde mit Bund und Kommunen signifikant höhere Einkommen für die Beschäftigten durchsetzen. „Unsere Forderungen sind konsequent. Sowohl hinsichtlich der Erwartungen der Beschäftigten, als auch insbesondere mit Blick auf eine zukunftstaugliche Personalpolitik“, sagte Willi Russ heute in Berlin.

Der dbb fordert die lineare Erhöhung der Einkommen um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, die zügige Einführung einer neuen Entgeltordnung im kommunalen Bereich und die Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeit. Weiterhin soll der personelle Nachwuchs mit konkreten Gestaltungsmaßnahmen gefördert werden. Das heißt, die Anhebung der Praktikantenentgelte um 100 € monatlich, die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden, die vollständige Übernahme von Reisekosten zur auswärtigen Berufsschule sowie 30 Tage Urlaub für Auszubildende.

Lesen Sie weiter unter:
http://www.dbb.de/dokumente/geschaeftsbereich_tarif/2016/E_Mail_02_Anlage_Forderungsbeschluss.pdf

 
02.11.15
Über 64% der Befragten stimmen für Annahme des Tarifkompromisses im Sozial- und Erziehungsdienst!

Im Oktober haben die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes per Urabstimmung ihr Votum über die Annahme des Ende September 2015 in Hannover erreichten Tarifkompromisses abgegeben. Das Ergebnis ist deutlich: 64,04 Prozent der in den betroffenen Fachgewerkschaften des dbb organisierten Kolleginnen und Kollegen stimmten dafür, den Tarifkonflikt zu beenden und den Kompromiss anzunehmen. Damit geht eine Tarifauseinandersetzung zu Ende, die im Bereich des öffentlichen Dienstes zu den konfliktreichsten der letzten Jahre zählt. Am Ende steht ein Einstieg in die Aufwertung von Aufgaben und Berufen, die einen wichtigen Beitrag zur hohen Lebensqualität in der Bundesrepublik leisten.

Unmittelbar nach Stimmauszählung kommentierte dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing das Ergebnis der Urabstimmung: „Uns liegt ein demokratisches Ergebnis vor, das in jedem Falle zu akzeptieren ist. Ich kann im vorliegenden Fall sagen, dass ich das Ergebnis ausdrücklich begrüße. Wir haben in diesem Jahr zweierlei erreicht: Zunächst haben wir materielle Verbesserungen für eine große Zahl von Kolleginnen und Kollegen durchgesetzt, die auch spürbar sind. Ferner ist es uns gelungen, Berufsgruppen und Aufgaben in den öffentlichen Fokus zu rücken, die bislang in weiten Teilen der Gesellschaft kaum Gehör gefunden haben – Berufsbilder wie beispielsweise Erzieherin, Sozialarbeiter und Heilerziehungspfleger. Das sind Berufe und Aufgaben, die jeder in der Gesellschaft auf hohem Qualitätsniveau in Anspruch nimmt, ohne sich zu fragen, welche Anforderung, welche Aufgabe im Detail und oftmals welcher Stress eigentlich dahinterstecken.“ Der Sächsische Erzieherverband verweist darauf, dass das Ergebnis der Urabstimmung neben einer breiten Zustimmung auch verdeutlich, dass der Tarifkompromiss bei Teilen der Beschäftigten auch kritisch gesehen wird. Man ist einverstanden mit diesem Schritt, der zu einer Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst beiträgt. Gleichermaßen wird aber erwartet, dass auf die erreichten Verbesserungen weitere folgen.

Nach unzähligen Verhandlungsrunden ist ein Kompromiss erzielt worden. Dieser wurde von unseren Mitgliedern angenommen, weil sie einerseits sehen, dass Einiges erreicht wurde, und andererseits gemerkt haben, dass in noch mehr Verhandlungsrunden und mit noch mehr Streiks kein besseres Resultat mehr zu erzielen gewesen wäre. In den Gesprächen hat sich herauskristallisiert, dass das Problem allein am Verhandlungstisch nicht lösbar ist. Gesellschaft und Politik müssen sich klar darüber werden, was ihnen Erziehung und Sozialarbeit wert sind. Die Frage darf erlaubt sein, warum es noch immer lohnender ist, Autos zusammenzubauen, als Menschen zu betreuen. Genau hier setzt die Aufgabe des Sächsischen Erzieherverbandes gemeinsam mit den anderen Interessenvertretungen in den nächsten Monaten an: Die Sympathie, die uns bei unseren Aktionen seitens der Gesellschaft und der Politik entgegengebracht wurde, muss in konkrete Zusagen umgemünzt werden, um die Finanzierung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsbereich grundlegend strukturell zu verbessern.

Die höheren Entgelte werden nach Abschluss der Redaktionsverhandlungen rückwirkend zum 1. Juli 2015 gezahlt. Diese werden am 10. November 2015 aufgenommen.

 
30.09.15
Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst: Einigung erzielt

Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich bei den Verhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst am 30. September 2015 in Hannover auf einen Kompromiss ge-einigt. Weitere Streiks sind vorerst abgewendet, das letzte Wort haben natürlich die Mitglieder in der Urabstimmung.

Der Verhandlungsführer des dbb (Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes), Willi Russ, sagte heute in Hannover: „Wir mussten hart um diesen Kompromiss ringen, weil die Arbeitgeber noch hinter dem Verhandlungsstand aus dem Frühsommer zurück bleiben wollten. Das konnten wir verhindern und die neue Vereinbarung in wichtigen Punkten ausgewogener gestalten.“ Die ddb-Verhandlungskommission empfiehlt den dbb-Gremien, das Ergebnis anzunehmen. Das letzte Wort haben allerdings die Mitglieder in der Urabstimmung.

Zusätzlich zu dem bisher erreichten Verhandlungsstand wurden folgende Änderungen ver-einbart: Das Volumen innerhalb der Entgeltgruppen S 8a und S 8b wird so umverteilt, dass die Zugewinne gleichmäßiger auf alle Stufen verteilt werden. Bei den Sozialarbeitern in der S 14 wird es Erhöhungen zwischen 30 und 80 Euro in den Erfahrungsstufen 1 bis 5 geben. Bei der Stufe 6 wird es wie im Schlichterspruch eine Anhebung um 80 Euro geben. Die Laufzeit bleibt bei 5 Jahren rückwirkend ab dem 1. Juli 2015.

Aus Sicht des SEV wurde die Einigung wurde zur rechten Zeit erzielt. Angesichts der der dramatisch steigenden Kosten der Kommunen um Zuge der aktuellen Flüchtlings-situation wäre es nicht ratsam gewesen, ein Ergebnis in den Tarifverhandlungen noch weiter aufzuschieben. Diese Lage zeigt aber auch, dass in Zukunft die Kommunen bei der Finanzierung der frühkindlichen Bildung stärkere Unterstützung durch den Bund benötigen werden.

Die frühkindliche Bildung bleibt ein gesamtgesellschaftliches Erfordernis und muss daher auch von der gesamten Gesellschaft getragen und finanziert werden. Eine „Bildungsrepublik Deutschland“, wie sie auch von der Bundeskanzlerin seit dem ersten Bildungsgipfel ange-strebt wird sowie die Garantie auf einen Kita-Platz verlangen ein stärkeres finanzielles Enga-gement des Bundes. Charakteristisch ist für den Bildungsbereich, nicht nur im Bereich der frühkindlichen Bildung, dass er sehr personalintensiv ist, d.h. die finanziellen Aufwendungen zu ca. 80 Prozent Personalkosten sind. Wer ernsthaft eine Bildungsrepublik etablieren möchte, der muss auch den Menschen, die sich dieser Aufgabe stellen, auch in Zukunft zusätzliche Wertschätzung zukommen lassen. Eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung muss auch die Personalkosten erfassen. Nur so können die sozialen Berufe eine nachhaltige Aufwertung erfahren. Die Ver-wendung der ab 2016 frei werdenden Finanzmittel für das „Betreuungsgeld“ für die Bildung und Erziehung in den Kitas wäre ein richtiger und konsequenter Schritt.

 
29.09.15
Rückblick auf den 10. Grundschul- und Erziehertag

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Bildung werden bereits im Vor- und Grundschulalter gelegt. Daher müssen an Sachsens Kindertageseinrichtungen und Grundschulen auch Voraussetzungen geschaffen werden, die diese ermöglichen. Vor diesem Hintergrund hatte der Fachverband Grundschule des Sächsischen Lehrerverbands und der Sächsische Erzieherverband am 26. September 2015  Uhr zum 10. Grundschul- und Erziehertag wieder in das Riverboat in Leipzig eingeladen.

An dieser Fortbildungsveranstaltung nahmen neben Lehrerinnen und Lehrern, Lehramtsanwärtern, Lehramtsstudierenden, Auszubildenden und in sozialen Berufen Arbeitende aus ganz Sachsen auch ca. 30 Erzieherinnen und Erzieher teil.
Was bedeutet für uns von Anfang an? Die Verbesserung des Personalschlüssels in sächsischen Kitas ist im Koalitionsvertrag festgelegt und  daher nur folgerichtig geschehen. Am 01.09.2015 wird der Betreuungsschlüssel in Kindergärten auf 1:12,5 verbessert, am 01.09.2016 auf 1:12. Für die Kinderkrippen verbessert sich das Betreuungsverhältnis am 01.09.2017 auf 1:5,5 und am 01.09.2018 auf 1:5.
Für die Erzieherinnen und Erzieher ist dies ein Schritt in die richtige Richtung, Sachsen bleibt im bundesweiten Vergleich diesbezüglich jedoch weiterhin Schlusslicht.
Herr Schlosser, Referatsleiter für Kindertagesbetreuung im SMK bestätigte unsere Auffassung,  betonte jedoch, dass diese erste Verbesserung des Personalschlüssels für Sachsen ein finanzieller „Kraftakt“ gewesen wäre, da er einherging mit der Erhöhung der Sachkostenpauschale. Weiterhin informierte er darüber, dass in den Kindergrippen der Einsatz von Assistenzkräften geplant ist. Dies alles auch vor dem Hintergrund der Weiterarbeit mit dem Sächsischen Bildungsplanes, der sich insgesamt bewährt habe. Auf die Integration von Flüchtlingskindern angesprochen betonte er, dass ein Kita-Besuch der beste Weg zur Integration sei.
Der Sächsische Erzieherverband unterstrich, dass eine erhebliche Verbesserung der Bedingungen für die sächsischen Erzieherinnen und Erzieher absolut notwendig ist, um geeignete Rahmenbedingungen für eine angemessene frühkindliche Bildung gerade vor dem Hintergrund der sich ergebenden zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen zu ermöglichen. Denn auch hier werden es die Kitas  mit einer steigenden Zahl von Flüchtlingskindern zu tun haben. Die frühkindliche Bildung ist ein gesamtgesellschaftliches Erfordernis und muss daher auch von der gesamten Gesellschaft getragen und finanziert werden. Eine „Bildungsrepublik Deutschland“, wie sie auch von der Bundeskanzlerin seit dem ersten Bildungsgipfel angestrebt wird sowie die Garantie auf einen Kita-Platz verlangen ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes. Das kann nicht allein die Angelegenheit der Tarifparteien sein, wie es die derzeitig laufende Tarifauseinandersetzung deutlich zeigt. Charakteristisch ist für den Bildungsbereich, nicht nur im Bereich der frühkindlichen Bildung, dass er sehr personalintensiv ist, d.h. die finanziellen Aufwendungen zu ca. 80 Prozent Personalkosten sind. Und das können die Kommunen auf Dauer nicht allein stemmen.
Wer ernsthaft eine Bildungsrepublik etablieren möchte, der muss auch den Menschen, die sich dieser Aufgabe stellen, die entsprechende Wertschätzung zukommen lassen. Eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung muss auch die Personalkosten erfassen. Nur so kann der Tarifkonflikt im Sozial und Erziehungsdienst nachhaltig gelöst werden. Die Verwendung der ab 2016 frei werdenden Finanzmittel für das „Betreuungsgeld“ für die Bildung und Erziehung in den Kitas wäre ein richtiger und konsequenter Schritt.

 
25.09.15
„Werden die Kitas und Kommunen in ihrer Finanzierung allein gelassen?“ - Öffentliche Veranstaltung am 06. Oktober in Dresden

In den kommunalen Kindertagesstätten drohen neue Streiks. Den Schlichterspruch, der den monatelangen Tarifkonflikt beenden sollte, haben die Mitglieder der Gewerkschaften mehrheitlich abgelehnt. In der Befragung sprachen sich über 60 Prozent der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst gegen den Vorschlag der Schlichtungskommission aus.

Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber sieht aber weiterhin keinen Verhandlungsspielraum. In Anbetracht der finanziellen Situation vieler Kommunen ist das durchaus nachvollziehbar, aber aus unserer Sicht ein Totschlagargument.

Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Flüchtlingskindern, die nicht nur die Schulen sondern auch den gesamten Sozial- und Erziehungsdienst und damit auch unsere Kitas vor immer größer werdende Herausforderungen stellen, wird die ganze Dimension deutlich.

Die Aufwertung der sozialen Berufe ist eine Aufgabe, die nicht allein von den Tarifpartnern am Verhandlungstisch gelöst werden kann. Vielmehr braucht es dafür die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz dieses Anliegens. Das bedingt jedoch, dass dies endlich als Aufgabe der „Bildungsrepublik Deutschland“ gesehen wird. Man kann nicht auf der einen Seite die Garantie auf einen Kita-Platz gesetzlich verankern und sich auf der anderen Seite einem stärkeren finanziellen Engagement verweigern. Eine gute Kindertagesbetreuung und qualitativ hochwertige, frühkindliche Förderung und Bildung für alle Kinder gehören zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben in Deutschland.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen die Kommunen finanzielle Entlastung und Unterstützung erfahren. Das beinhaltet nach Auffassung des Sächsischen Erzieherverbandes ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes. So ist es unter anderem denkbar, die frei gewordenen Mittel aus dem Betreuungsgeld für die bessere Ausstattung unserer Kitas einzusetzen.

Als Teilnehmer der Diskussion haben zugesagt: Willi Russ (Fachvorstand Tarifpolitik im dbb), Patrick Schreiber (CDU, Sächsischer Landtag), Annekatrin Klepsch (Die Linke, Sächsischer Landtag, Stadträtin Dresden) und ein Vertreter des Landkreises Meißen –Jugendhilfeamt.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, dem 06. Oktober 2015, 18.00 Uhr im art´otel Dresden (Ostraallee 33, 01067 Dresden) statt.
Alle Erzieherinnen und Erzieher und weitere Interessierte sind herzlich eingeladen – der Eintritt ist frei. Weitere Informationen entnehmen sie bitte dem beigefügten Veranstaltungsplakat.

Plakat zur Veranstaltung

 
13.08.15
Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst bleiben ohne Einigung

In den Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst wurde am heutigen 13. August 2015 in Offenbach erneut keine Einigung erreicht. Während die Arbeitgeber betonten, dass die Schmerzgrenze für sie mit dem angebotenen Schlichterspruch erreicht sei, sehen die Vertreter der Arbeitnehmer weiterhin keine ausreichende Wertschätzung für die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher. Dies sei mit der deutlichen Ablehnung des Schlichterspruchs manifestiert.
Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände, betonte, dass man sich Anfang Oktober erneut zu Verhandlungen treffen wolle. Sollte dabei keine Einigung erzielt werden, ist mit der Wiederaufnahme von Arbeitskampfmaßnahmen zu rechnen.
Bis zum Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg seien keine Streiks geplant.
Wir werden unsere Mitglieder rechtzeitig und verantwortungsbewusst über das weitere Vorgehen in dem festgefahrenen Tarifkonflikt informieren.

dbb Verhandlungskommission „Sozial- und Erziehungsdienst“, in der Mitte Verhandlungsführer Andreas Hemsing

 
10.08.15
Mitglieder lehnen Schlichterspruch zum Sozial- und Erziehungsdienst ab

In der Mitgliederbefragung des dbb, der Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, haben sich über 60 Prozent der Beschäftigten aus dem Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes gegen eine Annahme des Schlichterspruchs ausgesprochen.

Die Ablehnung des Schlichterspruchs ist ein deutliches Signal für die Enttäuschung und den Kampfgeist der sächsischen Erzieherinnen und Erzieher. Sie sind dazu bereit, ihren Forderungen weiterhin Nachdruck zu verleihen. In der geringen Zustimmung zeigt sich zudem ein klarer Auftrag an die Verhandlungskommission. Wir werden die Arbeitgeber dazu auffordern, eine entsprechende Reaktion auf das Votum zu zeigen. Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände werden am kommenden Donnerstag, den 13. August 2015, in Offenbach zu einer erneuten Verhandlungsrunde zusammenkommen.

Der Sächsische Erzieherverband erwartet von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände ein verbessertes Angebot.

 
25.06.15
Sächsischer Erzieherverband befragt seine Mitglieder

Der Sächsische Erzieherverband wird ab kommender Woche eine Mitgliederbefragung durchführen, bevor er den Schlichterspruch vom 23. Juni 2015 endgültig bewertet. „Die Empfehlung der Schlichter ist eine gute Grundlage für weitere Verhandlungen. Bevor wir in die nächsten Gespräche gehen, wollen wir aber ein detailliertes Stimmungsbild aus unserer Mitgliedschaft. Es ist für uns ein selbstverständlicher Grundsatz, dass unsere Mitglieder in Folge ihres starken Kampfgeistes und Engagement während der vierwöchigen Streikphase jetzt das Wort haben.“, sagte Simone Hagedorn, Mitglied der Verhandlungskommission, am 25. Juni 2015 in Offenbach.

Die Befragung der Mitglieder soll kommende Woche beginnen und wird vier Wochen dauern. Während dieser Zeit wird der Sächsische Erzieherverband von weiteren Streiks absehen. Nach der Auswertung der Befragung sind für den 13. August 2015 weitere Gespräche mit der Arbeitgeberseite geplant.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

 
23.06.15
Schlichterspruch zum Sozial- und Erziehungsdienst: Verhandlungen können wieder aufgenommen werden

Die beiden Schlichter Georg Milbradt und Herbert Schmalstieg haben am 23. Juni 2015 in Bad Brückenau eine Empfehlung zur Entschärfung des Tarifkonflikts im Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Für deren Annahme haben sich sowohl die Vertreter der Arbeitgeber als auch der Gewerkschaften in der Schlichtungs­kommission ausgesprochen.

„Im Unterschied zu dem Angebot der Arbeitgeber von Ende Mai 2105 werden in diesem Schlichterspruch Verbesserungen für einen großen Teil der Betroffenen aus verschiedenen Bereichen des Sozial- und Erzieherbereichs vorgesehen“, konstatiert Simone Hagedorn vom Sächsischen Erzieherverband.

Nach viertägiger Schlichtung liegt damit ein Kompromissvorschlag vor, der „eine gute Grundlage für die nächste Verhandlungsrunde“ ist, erklärt Simone Hagedorn, die zu den wiederaufgenommenen Verhandlungen am 24. Juni 2015 in Offenbach vor Ort sein wird.

Die Gewerkschaften und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verhandeln bereits seit Februar über eine verbesserte Eingruppierung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes. Die Schlichtung war vereinbart worden, nach dem auch nach sechs Verhandlungsrunden und einem vierwöchigem Streik kein Ergebnis erzielt werden konnte.

Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission

 
13.06.2015
DEMONSTRATION UND KUNDGEBUNG IN DRESDEN

Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten – vor allem auch finanziell. Darum geht es bei den Tarifverhandlungen von Gewerkschaften und kommunalen Arbeitgebern. Die Tarifverhandlungen befinden sich in der Schlichtung. Nachdem die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst vier Wochen hart gekämpft haben, zeigten Gewerkschaften, Beschäftigte und alle, die unsere Forderungen unterstützen, den kommunalen Arbeitgebern am 13. Juni in Dresden mit einem Demo- und Aktionstag: Sonntagsreden helfen nicht, sondern nur ein konkretes Angebot.

Die Anforderungen und Erwartungen an die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mehr bezahlt wird deswegen aber noch lange nicht. Das muss sich ändern!

Weitere Veranstaltungen fanden in Köln, Hannover und Nürnberg statt.

 
11.06.2015

Am 10. Juni 2015 hat in Dresden die Schlichtung im Tarifkonflikt um eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst begonnen. Die Schlichter und die Kommissionen der beteiligten Gewerkschaften sowie der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kamen zu einem ersten Treffen zusammen.

Als Schlichter haben die Gewerkschaften Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister a. D. von Hannover, und die Arbeitgeber Georg Milbradt, Ministerpräsident a.D. von Sachsen, benannt. Beide haben schon bei den Verhandlungen über den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TVöD) im Jahr 2010 ein erfolgreiches Schlichter-Gespann gebildet. Mit Blick auf die aktuelle Auseinandersetzung betonten Schmalstieg und Milbradt übereinstimmend, dass die jetzige Schlichtung eine besondere Herausforderung darstelle, weil es nicht "um ein paar Prozentpunkte rauf oder runter" gehe, sondern um Tätigkeitsmerkmale.

Die Schlichtung war notwendig geworden, nachdem in der vergangenen Woche die Gespräche beim sechsten Termin und nach mehrwöchigen Streiks ohne Ergebnis geblieben waren. Bereits seit Februar verhandeln der dbb, Spitzengewerkschaft des SEV und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine verbesserte Eingruppierung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.

mdr-Bericht

 
04.06.2015
Scheitern, Schlichtung, Streikpause in Sicht

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sind am 4. Juni 2015 in Berlin erneut gescheitert. Arbeitgeber und Gewerkschaften verständigten sich auf ein Schlichtungsverfahren, das am Dienstag, dem 9. Juni 2015 beginnen soll. Ab Montag und während der Schlichtung wird es keine weiteren Streiks geben.

„In den Verhandlungen in Berlin zeigte sich, wie weit die Positionen von Gewerkschaften und Arbeitgebern immer noch auseinanderliegen. Eine Annäherung gestaltete sich als unmöglich. Wir sehen nunmehr in dem Schlichtungsverfahren den einzigen Weg zu einer deutlichen Aufwertung der verantwortungsvollen Tätigkeit der Beschäftigten“, konstatiert Simone Hagedorn vom Sächsischen Erzieherverband.

Seit Februar hat der dbb, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bereits bei fünf Terminen über eine bessere Wertschätzung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes verhandelt. Im Kern geht es dabei um die verbesserte Zuordnung der einzelnen Berufsgruppen zu Gehaltsgruppen.

 
01.06.2015
Verhandlungen wieder aufgenommen

Am 2. und 3. Juni 2015 werden in Berlin die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes fortgesetzt. Dem voran gegangen waren drei Wochen unbefristeter Streik als Reaktion auf fünf ergebnislose Tarifverhandlungsrunden, in denen die Arbeitgeber nicht bereit waren, ein Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaften zu unterbreiten.

Der Sächsische Erzieherverband und seine Spitzengewerkschaft dbb erwarten ergebnisorientierte Verhandlungen. Das Hauptziel der höheren Wertschätzung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst muss ernsthaft angegangen und erreicht werden.

 
27.05.2015
Erzieher erhöhen Druck auf die Arbeitgeber

Am 27.05.2015 haben sich erneut Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes aus Sachsen an einer zentralen Streikaktion in Dresden beteiligt. Circa 300 Teilnehmer versammelten sich zur Protestkundgebung am Dr.-Külz-Ring, um ihren Forderungen nach besserer Bezahlung und höherer Wertschätzung Nachdruck zu verleihen. Anschließend zog die Demonstration um das Rathaus.
Arbeitsniederlegungen gab es auch wieder in Leipzig, Freital, Heidenau, Chemnitz, Frankenberg, Freiberg, Zwickau, Plauen und Werdau.

Seit dem 08.05.2015 befinden sich die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes in einem unbefristeten Streik. Dem voran gegangen waren fünf ergebnislose Tarifverhandlungsrunden, bei denen die Arbeitgeber bisher nicht bereit waren, ein Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaften zu unterbreiten.

Am 28. Mai 2015 findet in Frankfurt die Mitgliederversammlung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) statt. Spätestens dann müssen die Arbeitgeber ein echtes Angebot vorlegen. Der Sächsische Erzieherverband fordert mit seiner Spitzengewerkschaft dbb eine höhere Zuordnung zu Gehaltsgruppen der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst.

 
23.04.2015
dbb erklärt Verhandlungen für gescheitert – Urabstimmung wird eingeleitet

Da auch nach fünf Terminen bei den Verhandlungen über bessere Beschäftigungsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst keine Annäherung erreicht werden konnte, hat der dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, diese am 22. April 2015 in Berlin für gescheitert erklärt. Ferner beschloss das Gremium, bei den dbb Mitgliedsgewerkschaften eine Urabstimmung über unbefristete Streiks einzuleiten.

Damit folgt die Bundestarifkommission der Empfehlung des dbb Verhandlungsführers Andreas Hemsing. „Die Arbeitgeberseite würdigte zwar die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Sozialen Berufe, sieht jedoch grundsätzlich keine Notwendigkeit für eine bessere Grundeingruppierung. Diese wird vielmehr kategorisch abgelehnt“, sagte Hemsing.

Seit Februar haben der Sächsische Erzieherverband mit dem dbb und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine bessere Wertschätzung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes verhandelt. Im Kern ging es dabei um die verbesserte Zuordnung der einzelnen Berufsgruppen zu Gehaltsgruppen. „Es ist nicht hinnehmbar, dass die VKA nach fünf Verhandlungsrunden, in denen über alle Berufsgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst gesprochen worden ist, immer noch kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat“, machte Hemsing deutlich.