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Arbeitszeitangleichung muss jetzt kommen!

Foto: freepik/user18526052

Am 19. und 20. September 2020 wurden die Tarifverhandlungen zur Einkommensrunde für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen in Potsdam fortgesetzt. Auch in dieser zweiten Verhandlungsrunde hat die Arbeitgeberseite kein Angebot zu den Forderungen der Gewerkschaften unterbreitet. Der SEV ist besonders entsetzt über die Aussagen der kommunalen Arbeitgeber zur Umsetzung der Arbeitszeitangleichung in Ost und West.

Für die sächsischen Erzieherinnen und Erzieher ist die Forderung der Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West mehr als überfällig. Die Arbeitgeberseite will diese Angleichung jedoch erst ab 2025 in Stufen umsetzen. Dies würde bedeuten, dass die Beschäftigten in Ostdeutschland den Kommunen mindestens weitere fünf Jahre einen Zuschuss in Form von Mehrarbeit leisten. Bisher gilt im kommunalen öffentlichen Dienst in Ostdeutschland die 40-Stunden-Woche, während es in Westdeutschland eine 39-Stunde-Woche ist.

Das Aufschieben der Arbeitszeitangleichung zeugt von wenig Wertschätzung seitens der Arbeitgeber gegenüber den ostdeutschen Beschäftigten bei den Kommunen. Der SEV appelliert an die kommunalen Arbeitgeber, dass nach 30 Jahren deutscher Einheit jetzt ein klares Signal für mehr Gerechtigkeit für die Beschäftigten erfolgen muss und fordert die sofortige Umsetzung der Arbeitszeitangleichung.

Jetzt liegt es an den Beschäftigten sich gemeinsam aktiv für Ihre Forderungen stark zu machen! Der SEV plant dafür am Vormittag des 3. Oktobers, dem Tag der deutschen Einheit, zusammen mit dem dbb eine Aktion in Dresden. Mitglieder des SEV sind aufgerufen sich daran zu beteiligen.

Informationen zu geplanten Aktionen in Sachsen erhalten Sie von Theresa Fruß, Referentin für Bildungs-, Berufs- und Tarifpolitik, Tel: 0351/8392240, kontakt@sev-gewerkschaft.de