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Klare Botschaften an die Arbeitgebenden!

©Claudia Wilschewsky

Am 20. Februar 2025 haben Erzieherinnen und Erzieher in ganz Sachsen ganztägig die Arbeit niedergelegt, um für ihre Forderungen in der aktuellen Einkommensrunde einzutreten. In zahlreichen Kindertageseinrichtungen und Horten im Freistaat beteiligten sie sich an Protestaktionen. Der Warnstreik folgte dem Aufruf des dbb beamtenbund und tarifunion, der Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes.

Mit ihrem Arbeitsausstand machten die Beschäftigten deutlich, dass sie die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite – der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) – in den laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen nicht länger hinnehmen.

„Die VKA kennt die Probleme: Fachkräftemangel, Konkurrenz zur Privatwirtschaft, hohe Arbeitsbelastung. Trotzdem weigern sich die Arbeitgebenden, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Das ist das falsche Signal“, kritisiert Alexandra Pfeifer vom Sächsischen Erzieherverband. „Wir müssen ihnen zeigen, was echte Wertschätzung bedeutet!“

Der dbb fordert eine Einkommenserhöhung im Volumen von 8 Prozent, mindestens jedoch 350 Euro monatlich (auch zum besseren finanziellen Ausgleich von besonderen Belastungen). Zudem stehen drei zusätzliche freie Tage und ein weiterer freier Tag für Gewerkschaftsmitglieder auf der Forderungsliste. Ein weiteres Kernanliegen ist das „Mehr-Zeit-für-mich-Konto“, mit dem Beschäftigte mehr Souveränität über ihre Arbeitszeit erhalten.

Bereits vor dem ergebnislosen Abschluss der zweiten Verhandlungsrunde am 18. Februar 2025 hatten die sächsischen Erzieherinnen und Erzieher klargestellt, dass sie für ihre Forderungen kämpfen werden, wenn sich am Verhandlungstisch nichts bewegt. Nun setzen sie diese Ankündigung um.

„Unser Ziel bleibt eine Lösung am Verhandlungstisch. Doch wenn die Arbeitgebenden stur bleiben, werden wir weiter auf die Straße gehen“, betont Alexandra Pfeifer.

Die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde mit der VKA findet am 14. und 15. März 2025 in Potsdam statt. Pfeifer fordert die Arbeitgeber auf, bis dahin ein tragfähiges Angebot vorzulegen: 

„Die VKA muss sich endlich inhaltlich positionieren. Wie wollen sie im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen? Mit Vogel-Strauß-Politik wird das nicht gehen.“

Impressionen vom Warnstreik