Am 21. November 2025 tagte der Ausschuss für Schule und Bildung im Sächsischen Landtag. Zahlreiche Sachverständige und mehrere Fraktionen diskutierten dort über die Zukunft der frühkindlichen Bildung. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hatte zuvor eine öffentliche Anhörung beantragt und einen Kita-Gipfel gefordert. An diesem Prozess wirken die Kommunalen Spitzenverbände, Gewerkschaften sowie die Liga der freien Wohlfahrtsverbände mit. Gemeinsam wollen sie die Finanzierung der Kitas stabilisieren und die Lasten fair verteilen.
Große Übereinstimmung in den Empfehlungen
Die Teilnehmenden sahen im Geburtenrückgang die Chance, die Qualität zu verbessern. Sie betonten, dass nicht fehlende Erkenntnisse, sondern mangelhafte Umsetzung den Reformstau verursachen. Breite Zustimmung gab es für einen gemeinsamen Kita-Gipfel und für einen festen Austausch zwischen Sachverständigen und den Mitgliedern des Ausschusses.
Bis zum Jahresende muss die Staatsregierung dem Landtag einen Bericht zum Stand der Kita-Finanzierung vorlegen. Die Frist läuft, doch die Minderheitsregierung aus CDU und SPD zögert. Dieser Stillstand bremst die dringend nötige Erneuerung. Auch die Einrichtungen warten auf klare Entscheidungen. Lange Planungsphasen und finanzielle Unsicherheiten prägen ihren Alltag. Die Finanzlage entscheidet über Handlungsfähigkeit – und die Zeit drängt.
Belastungen in den Einrichtungen bleiben hoch
Ein verlässlicher Personal- und Finanzierungsschlüssel stärkt die Professionalität und die pädagogische Qualität in den Kitas. Dennoch erreichen uns weiterhin viele Rückmeldungen zu Überlastungsanzeigen. Wir fordern deshalb, gut ausgebildetes Personal im Freistaat zu halten und die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Fachkräfte nicht abwandern oder ihren Beruf aufgeben.

