„Diese Tarifrunde ist für die sächsischen Erzieherinnen und Erzieher von großer Bedeutung. Doch am Verhandlungstisch gibt es keine Fortschritte. Die Arbeitgebenden müssen nun mit einer deutlichen Reaktion der Beschäftigten rechnen“, erklärt Alexandra Pfeifer vom SEV.
Die entscheidende dritte Verhandlungsrunde findet am 14. und 15. März 2025 in Potsdam statt. Bis dahin hat der dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, seinen Mitgliedsgewerkschaften grünes Licht für Warnstreiks gegeben. In Sachsen werden Erzieherinnen und Erzieher nach den Winterferien mit Arbeitskampfmaßnahmen auf ihre berechtigten Forderungen aufmerksam machen, um den Druck auf die Arbeitgebenden zu erhöhen.
Die Gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung von 8 Prozent, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat. Zudem sollen zusätzliche freie Tage sowie ein „Mehr-Zeit-für-mich-Konto“ eingeführt werden, um mehr Zeitsouveränität für die Beschäftigten zu ermöglichen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die hohe Belastung in den Kitas und Horten zu reduzieren und die Qualität der Betreuung langfristig zu sichern.
„Viele Einrichtungen arbeiten am Limit. Personalausfälle durch Erkrankungen und Überlastung müssen von den verbleibenden Kolleginnen und Kollegen aufgefangen werden. Die dringend notwendige Gehaltserhöhung muss daher mit besseren Arbeitsbedingungen einhergehen“, betont Alexandra Pfeifer.
Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) sind über 2,6 Millionen Menschen betroffen, darunter rund 1,7 Millionen Beschäftigte sowie Auszubildende des Bundes und der Kommunen. Der Tarifabschluss würde zudem auf knapp 370.000 Bundesbeamtinnen und -beamte sowie fast 600.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen. Die Tragweite dieser Verhandlungen ist somit enorm.