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Sächsische Beschäftigte erwarten Ost-West-Angleichung

Die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des Sächsischen Erzieherverbandes, hat am 8. Februar 2018 in Berlin die Forderungen zur Einkommensrunde 2018 für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen beschlossen. Für die Betroffenen in Sachsen hat die Beseitigung von Ost-West-Unterschieden in den Flächentarifverträgen eine hohe Priorität. Das wurde von vielen Berufsgruppen im Rahmen der Forderungsfindung artikuliert. Die Ost-West-Angleichung der Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“) von 75 Prozent auf 100 Prozent des Westniveaus ist fester Bestandteil des Forderungskatalogs der Gewerkschaften.

Weitere Forderungen sind die lineare Entgelterhöhung von 6 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro, die Zusage, auf regionaler Ebene über ein kostenloses landesweites Nahverkehrsticket zu verhandeln, die Fortschreibung der Regelungen zur Altersteilzeit. Auch bessere Bedingungen für Auszubildende werden gefordert.

Seit 2005 gibt es getrennte Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, für Bund und Kommunen einerseits und für die Länder andererseits. Nachdem im vergangenen Jahr bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder mit einer Einkommenserhöhung von insgesamt 4,35 Prozent (Laufzeit 24 Monate) ein guter Abschluss erzielt wurde, darf der öffentliche Dienst von Bund und Kommunen nicht nachstehen. Im Mittelpunkt der bundesweiten Tarifrunde wird die Erhöhung der Einkommen für die insgesamt 1,6 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen stehen. Neben den Erzieherinnen in den kommunalen KiTas gibt es zahlreiche weitere Berufsgruppen, z. B. Angestellte in Verwaltungen und kommunalen Einrichtungen, in den Jobcentern oder Straßenwärter in den Straßenmeistereien, für die eine Einkommenserhöhung alle zwei Jahre von hoher Bedeutung ist.

Mit der Einkommenserhöhung soll auch die Attraktivität des öffentlichen Dienstes gesteigert werden. Der demografische Wandel führt gerade in diesem Bereich zu großen Problemen. Durch den allgemeinen Fachkräftemangel fehlen bereits jetzt in bestimmten Bereichen des öffentlichen Dienstes geeignete Bewerber, nicht zuletzt auch zunehmend in den sächsischen Kindertageseinrichtungen.

Auftakt der Tarifrunde ist am 26. Februar 2018 in Potsdam, danach sind bislang zwei weitere Verhandlungstermine vereinbart.

Lesen Sie weiter:

Sonderseite des dbb zur Einkommensrunde 2018

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